22. 75. Deutsche Meisterschaft im Bauhandwerk auf Bundesebene
Im Jubiläumsjahr findet die Deutsche Meisterschaft vom 08. bis 09. November 2026 im
Bildungszentrum Bau Sigmaringen statt.
Zur Deutschen Meisterschaft im Bauhandwerk auf Bundesebene erwarten wir vom 08. bis 09. November 2026 im Bildungszentrum Bau Sigmaringen wieder über 60 Nachwuchshandwerkerinnen und Nachwuchshandwerker, die Landessiegerinnen und Landessieger aus 16 Bundesländern.
Sie treten in folgenden Gewerken an: Beton- und Stahlbetonbauer, Estrichleger, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Maurer, Straßenbauer, Stuckateure, Wärme-, Kälte-, Schallschutzisolierer und Zimmerer.
Mit der Deutschen Meisterschaft möchte der Zentralverband Deutsches Baugewerbe den Blick auf die Chancen und Karrierewege im Handwerk lenken und zeigen, dass die Bauwirtschaft jungen Menschen vielfältige Perspektiven bietet. Die Meisterschaft ist Bühne und Sprungbrett zugleich: Wer hier antritt, gehört zur handwerklichen Elite des Landes.
Gemeinsam mit dem Team des Austragungsorts der Deutschen Meisterschaft 2026, dem Bildungszentrum Bau Sigmaringen hat der ZDB als Veranstalter der Meisterschaft in den vergangenen Monaten geplant, organisiert und vorbereitet. Am 08. und am 09. November können die Wettbewerbe von der Öffentlichkeit besucht werden. Sie starten 08:00 Uhr und enden 16:00 Uhr.
Neben den Wettbewerben ist ein spannendes Rahmenprogramm geplant: Das Nationalteam Deutsches Baugewerbe wird vor Ort sein, Sponsoren und Aussteller präsentieren sich, in der Kinderwerkstatt können sich schon die Jüngsten ausprobieren und Schülerinnen und Schüler erleben Berufsorientierung hautnah im Rahmen der Deutschen Meisterschaft Bauhandwerk.
Die Meisterschaften werden mittlerweile vielfältig medial begleitet. Die Deutsche Meisterschaft bietet daher eine gute Gelegenheit und Anlass, auf die attraktiven Ausbildungsmöglichkeiten in den Bauberufen hinzuweisen.
Bei organisatorischen Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Abteilung Berufsbildung im ZDB (weinhauer@zdb.de).
23. Landesleistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2026
Die Ausbildungszahlen am Bau legen mit 4,9 % kräftig zu.
Ende September absolvierten 37.694 junge Menschen eine Ausbildung am Bau, das sind 4,9 % mehr als vor einem Jahr. In diesem Jahr starteten 12.209 Lehrlinge ihre Bauausbildung, das sind knapp 5 % mehr als im Vorjahr. Am häufigsten entschieden sich die Neueinsteiger für die Beruf Tiefbaufacharbeiter, Zimmerer und Maurer.
Damit setzt sich der positive Trend aus dem Vorjahr fort. Offenbar sehen junge Menschen am Bau wieder echte Perspektiven. Während andere Branchen Lehrstellen abbauen, bilden Baubetriebe aus und investieren damit in ihre Zukunft. Maßgebend für die Stärkung der Ausbildungszahlen dürfte auch die hohe Ausbildungsvergütung sein, die zudem seit April 2026 einheitlich in Ost und West gilt.
24. Unterstützungsangebote für KMU
Wir möchten auf folgendes Angebot des Bildungswerks der Wirtschaft für Hamburg und Schleswig-Holstein und Arbeit und Leben Hamburg aufmerksam machen, das für unsere Mitgliedsbetriebe interessant sein könnte:
Das Bündnis für betriebliche Bildung begleitet KMU dabei, eine Weiterbildungsstrategie zu entwickeln und die Weiterbildungskultur nachhaltig zu stärken durch die:
Qualifizierung zu betrieblichen Weiterbildungsberater:innen und Weiterbildungsmanager:innen,
Prozessbegleitung der Betriebe in der sozialpartnerschaftlichen Entwicklung der Weiterbildungskultur sowie
Förderung des Austauschs in Fachgesprächen der Sozialpartner, Unternehmen und bildungspolitischen Akteure.
Das Projektteam arbeitet zurzeit mit 11 Unternehmen aus der Metropolregion Hamburg zusammen und es gibt noch freie Kapazitäten. Eine Übersicht der kostenfreien Unterstützungsangebote und die nächsten Termine finden Sie hier.
25. Neuordnung Meisterprüfungsverordnung Straßenbauer-Handwerk
Am 07. und 08. Oktober 2026 konnten wir als Bau-Innung Hamburg und Norddeutscher Baugewerbeverband zahlreiche Kolleginnen und Kollegen zur ersten Präsenzsitzung zur Überarbeitung der Meisterprüfungsverordnung im Straßenbauerhandwerk im Ausbildungszentrum Hamburg begrüßen.
Mit dabei waren Vertreter des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB), des Verbands baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V., unsere Hamburger Fachexperten aus dem Meisterprüfungsausschuss der Straßenbauer, Fachleute aus unserem Mitgliedsumfeld sowie die Referentinnen des Forschungsinstituts für Berufsbildung im Handwerk (FBH). Damit ist sichergestellt, dass die Neuordnung maßgeblich von erfahrenen Praktikern und Fachleuten aus unserem regionalen Umfeld begleitet wird.
Warum die Neuordnung wichtig ist: Die aktuelle Meisterprüfungsverordnung stammt aus dem Jahr 2009. Seitdem hat sich das Straßenbauerhandwerk stark weiterentwickelt: moderne Bauverfahren, neue technische Anforderungen, veränderte Abläufe in den Betrieben und ein gestiegener Anspruch an Planung, Organisation und Führung. Die neue Verordnung soll diese Realität abbilden und eine zeitgemäße, praxisnahe Meisterprüfung ermöglichen.
Inhalte des Workshops: Im Mittelpunkt der zweitägigen Sitzung stand die zukünftige Struktur der fachlichen Prüfungsanforderungen. Diskutiert wurde ein handlungsorientierter Ansatz, der typische Abläufe im Betrieb und reale Kundenaufträge stärker berücksichtigt.
Geplant ist eine Gliederung in drei Handlungsfelder:
Kundenanforderungen analysieren und Leistungen anbieten
Leistungen erbringen, kontrollieren und übergeben
Einen Betrieb führen und organisieren
Außerdem wurde intensiv darüber gesprochen, wie praktische Prüfung, Fachgespräch und schriftliche Aufgaben künftig gestaltet werden sollen. Wichtig war allen Beteiligten: Die Anforderungen müssen dem Qualifikationsniveau eines Meisters entsprechen und gleichzeitig in der Prüfungspraxis gut umsetzbar sein.
Ergebnisse der ersten Sitzung: Der Workshop diente vor allem der gemeinsamen Bestandsaufnahme. Die bisherigen Inhalte sollen nicht einfach gestrichen werden, sondern sorgfältig geprüft, aktualisiert und in die neue Struktur eingeordnet werden.
Eine endgültige Formulierung der neuen Verordnung steht noch aus. Die Beratungen werden auf Basis eines ersten Entwurfs weitergeführt.
Wie geht es weiter?
Bis Dezember 2026 soll ein erster Entwurf der neuen Meisterprüfungsverordnung vorliegen.
Bis Mitte Januar 2027 ist eine gemeinsame Durchsicht geplant.
Anschließend folgt ein weiterer Workshop zur Feinabstimmung.
Danach beginnt das formale Beteiligungsverfahren mit Handwerksorganisationen, Sozialpartnern und Bundesministerien.
Ein genauer Zeitpunkt für das Inkrafttreten steht noch nicht fest.
Bedeutung für die Branche: Die Überarbeitung ist ein wichtiger Schritt, um die Meisterqualifikation im Straßenbauerhandwerk zukunftsfähig zu gestalten. Für die Bundesfachgruppe und unsere Mitgliedsbetriebe ist entscheidend, dass die neue Verordnung die Anforderungen der Praxis widerspiegelt und ein bundesweit einheitliches, gut durchführbares Prüfungsniveau sichert.
Wir bleiben für Sie am Thema dran und berichten über die nächsten Schritte.
26. Berufsausbildung im Baugewerbe: Statistik
Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse im Baugewerbe hat sich in der Zeit vom 01. Oktober 2025 bis zum 30. September 2026 um 4,9 % auf 37.694 (Bundesgebiet gesamt) erhöht.
Aus den statistischen Zahlen der Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft, Wies-baden, sowie der Sozialkassen des Berliner Baugewerbes über die Berufsausbildung im Baugewerbe (Stand: 30. September 2026) ergibt sich folgende Entwicklung:
I. Alte Bundesländer
Am 30. September 2025 waren 28.373 Ausbildungsplätze registriert. Diese Zahl erhöhte sich bis zum 30. September 2026 um 1.343 = 4,7 % auf 29.716.
Die Zahl der Lehrlinge im 1. Lehrjahr hat sich von 8.835 um 499 = 12,4 % auf 9.934 erhöht. Die Zahl der Lehrlinge im 2. Lehrjahr hat sich von 10.386 um 825 = 7,9 % auf 11.211 erhöht.
Die Zahl der Lehrlinge im 3. und 4. Lehrjahr (einschließlich derjenigen, die eine Wiederholungsprüfung ablegen müssen) erhöhte sich von 9.152 um 19 = 0,2 % auf 9.171.
Die Zahl der Ausbildungsbetriebe hat sich von 10.048 um 4 (0,0 %) auf 10.044 verringert.
Die Leistungen der Kasse an Ausbildungsbetriebe (Erstattung der Ausbildungsvergütungen, der überbetrieblichen Ausbildungskosten, der Fahrtkosten sowie der Urlaubsvergütungen) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 207,30 Mio. Euro um 26,7 Mio. Euro = 12,9 % auf 234 Mio. Euro.
Il. Neue Bundesländer
Am 30. September 2025 waren 6.747 Ausbildungsverhältnisse registriert. Diese Zahl erhöhte sich bis zum 30. September 2026 um 369 = 5,5 % auf 7.116.
Die Zahl der Lehrlinge im 1. Lehrjahr erhöhte sich von 2.521 um 25 = 0,99 % auf 2.546. Die Zahl der Lehrlinge im 2. Lehrjahr erhöhte sich von 2.316 um 366 = 15,8 % auf 2.682.
Die Zahl der Lehrlinge im 3. und 4. Lehrjahr (einschließlich derjenigen, die eine Wiederholungsprüfung ablegen müssen) verringerte sich von 1.910 um 22 = 1,15 % auf 1.888.
Die Zahl der Ausbildungsbetriebe erhöhte sich von 2.038 um 5 = 0,2 % auf 2.043.
Die Leistungen der Kasse an Ausbildungsbetriebe (Erstattung der Ausbildungsvergütungen, der überbetrieblichen Ausbildungskosten, der Fahrtkosten sowie der Urlaubsvergütungen) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 48,75 Mio. Euro um 10,37 Mio. Euro = 21,3 % auf 59,12 Mio. Euro.
III. Alte und neue Bundesländer (ohne Berlin)
Am 30. September 2025 waren 35.120 Ausbildungsverhältnisse registriert. Diese Zahl erhöhte sich bis zum 30. September 2026 um 1.712 = 4,9 % auf 36.832.
Die Zahl der Ausbildungsbetriebe erhöhte sich von 12.086 um 1 (0,0 %) auf 12.087.
Die Leistungen der Kasse an Ausbildungsbetriebe erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 256,06 Mio. Euro um 37,06 Mio. Euro = 14,5 % auf 293,12 Mio. Euro.
IV. Land Berlin
In Berlin erhöhte sich die Zahl der registrierten Ausbildungsverhältnisse von 830 (Stand: 30.09.2025) um 66 = 7,95 % auf 896 (Stand: 30.09.2026).