Allgemeines
15. Aktuelle Baukonjunktur
Im Januar 2026 wurden 8,4 % mehr Wohnungen genehmigt als im gleichen Vorjahresmonat. Im Straßenbau fehlen auch weiterhin Aufträge.
Das Statistische Bundesamt hat mitgeteilt, dass bundesweit im Januar 19.500 Wohnungen genehmigt wurden, das sind 8,4 % mehr als im Vorjahresmonat. Die erfreuliche prozentuale Steigerung kommt allerdings von einem sehr niedrigen Niveau. Der Mangel ist also nicht kleiner geworden. Angesichts des Bedarfes müssten mindestens rund 30.000 Genehmigungen pro Monat erteilt werden. Zudem vergehen im Einfamilienhausbereich zwischen der Genehmigung und der Schlüsselübergabe 18 Monate.
Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB, sagt dazu: "Es läuft uns die Zeit davon. Die Stellschrauben sind bekannt. Zwei Drittel der Wohnungsbauaufträge kommen von privaten Bauherrn. Erst wenn diese Gruppe wieder Vertrauen gefasst hat, traut sie sich wieder zu bauen. Dafür ist ein sicherer Zinssatz erforderlich. Deswegen muss die Politik das EH-55-Programm nachjustieren. Im Mietwohnungsbau sollte die Sonder-AfA an den EH-55-Standard gekoppelt werden, damit noch in dieser Legislaturperiode deutlich mehr gebaut werden kann."
Im Straßenbau sanken die Auftragseingänge um 4,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat, Grund hierfür war das hohe Auftragsplus im Januar 2025. Die Auftragsbestände lagen knapp 13 % über dem Vorjahresniveau, das ist ein gutes Fundament für das bevorstehende Jahr.
Enttäuschend ist allerdings, dass im Straßenbau auch ein Jahr nach Ankündigung des Sondervermögens rund 18 % weniger Aufträge gegenüber dem Vorjahresmonat vergeben wurden. Hierzu sagte Felix Pakleppa: "Jede weitere Verzögerung kostet Zeit, die wir bei der Sanierung unserer Infrastruktur nicht haben. Die Mittel sind da, die Aufträge nicht. Das muss sich in diesem Jahr ändern."
"Wenn die Investitionsbedingungen im Wohnungsbau und in der Infrastruktur stimmen, können wir unsere Umsatzprognose für 2026 von real +2,5 % erreichen. Ob wir das schaffen entscheidet sich nicht auf den Baustellen, sondern in der Politik.", so Pakleppa abschließend.
Ihr Ansprechpartner:
Michael Seitz
040/2263255-10
seitz@bau-innung.de
16. Handwerkerparken wird möglich!
Am 26. März hat der Bundestag eine Novellierung des Straßenverkehrsgesetzes verabschiedet, die auch eine Verordnungsermächtigung für das Parken ortsansässiger Betriebe in Bewohnerparkzonen beinhaltet.
Bislang erhalten Betriebe in Bewohnerparkzonen Parkberechtigungen am eigenen Standort nur über lokale Ausnahmeregelungen. Eine generelle Erlaubnis war aufgrund der Regelungen des Straßenverkehrsgesetzes bisher nicht möglich.
Nun, nach Verabschiedung einer Novellierung dieses Gesetzes durch den Bundestag am 26. März, wird der Stellplatzbedarf der ansässigen Handwerker erstmals ausdrücklich anerkannt. Demnach könnten künftig Parkberechtigungen nicht nur für Bewohner, sondern auch für ortsansässige Handwerker gelten.
"Jetzt schlägt die Stunde, die neuen gesetzlichen Spielräume zügig und praxisnah in der Straßenverkehrsordnung auszugestalten und endlich für flächendeckende Rechtssicherheit zu sorgen.", sagt der Handwerkskammerpräsident Hjalmar Stemmann dazu.
Eine Umsetzung der gesetzlichen Regelung steht bisher noch aus. Wir werden weiter berichten.
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17. Senat ehrt Handwerkernachwuchs
Auch in diesem Jahr hat der Hamburger Handwerkernachwuchs bei den deutschen Meisterschaften im Handwerk wieder abgeräumt. Auch ein Auszubildender aus einem unserer Mitgliedsbetriebe war dabei!
Senat und Handwerkskammer haben im Rathaus die zwölf Bundessiegerinnen und Bundessieger aus den Hamburger Ausbildungsbetrieben, die bei der Deutschen Meisterschaften im Handwerk 2025 die Plätze 1 bis 3 belegt haben, geehrt.
Zwölf junge Gesellinnen und Gesellen, die ihre duale Ausbildung im Hamburger Handwerk absolviert haben, überzeugten mit hervorragenden Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften im Handwerk (German Craft Skills).
Besonders erfreulich: Unter den Geehrten war auch Deniz Orlando Puranaci, Auszubildender im Fliesen-Platten und Mosaiklegerhandwerk in unserem Mitgliedsbetrieb Andys Rudel GmbH. Wir gratulieren Herrn Puranaci und auch unserem Mitgliedsbetrieb Andys Rudel sehr herzlich zu diesem ganz besonderen Erfolg!
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18. Deutsche Bahn: Vergabestatistik
Die DB AG hat eine Übersicht zu den Vergaben von Bauleistungen für das Jahr 2025 übermittelt. Dabei zeigte sich eine Erhöhung der Investitionssummen.
Die Vergabestatistik enthält Angaben zu Planungs-, Dienst- und Lieferleistungen der Deutschen Bahn. Sie enthält zudem Bauleistungen mit einem Finanzierungsanteil aus der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung, ohne Rahmenverträge.
Die Bauleistungen haben im Berichtsjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr ein Volumen von gut 4,2 Mrd. EUR auf 5,3 Mrd. EUR zugenommen. Auch die Anzahl der Vergaben stieg von 1.574 auf 2.479.
Interessierte Mitgliedsunternehmen können sich die Vergabestatistik der DB AG kostenlos in unserem Downloadcenter - nach Eingabe Ihres Passwortes - unter
http://www.bau-innung.de/allgemeines
in der Rubrik Allgemeines / Infodienst Downloads herunterladen.
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19. Olympiabewerbung: Resolution der Handwerkskammer Hamburg
Die Vollversammlung der Handwerkskammer Hamburg hat eine Resolution zur Hamburger Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele verabschiedet.
Die Resolution trägt den Titel "Handwerk am Start: Für eine Hamburger Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele".
Die Resolution gibt der Auffassung Ausdruck, dass die Olympia Bewerbung eine große Chance für den Standort Hamburg darstellt, aber auch mit deutlichen Herausforderungen behaftet ist. Insgesamt unterstützt das Hamburger Handwerk in der Resolution die neuerliche Bewerbung Hamburgs um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele.
Interessierte Mitgliedsunternehmen können sich die Resolution kostenlos in unserem Downloadcenter - nach Eingabe Ihres Passwortes - unter
http://www.bau-innung.de/allgemeines
in der Rubrik Allgemeines / Infodienst Downloads herunterladen.
Das Bürgerreferendum über die Olympiabewerbung findet am 31. Mai 2026 statt.
Mit ihrer Kampagne setzt die Stadt darauf, dass Befürworter ihre Unterstützung zeigen. Dafür gibt es niedrigschwellige, leicht zu nutzende Beteiligungsmöglichkeiten für Betriebe:
Social-Media-Vorlagen: Kostenlose Templates für Instagram, Facebook, LinkedIn https://www.hamburger-sportbund.de/Olympiabewerbung/index.html
Kommunikationsportal: Weitere Vorlagen und Kampagnenmaterialien https://www.brandox.com/sommerspiele-hamburg/olympia-und-paralympics-in-hamburg
White Label Shop: Auswahl an Werbemitteln und Give-aways rund https://www.flyeralarm.com/de/lp/hamburger-olympia-bewerbung-unternehmen/
Volunteer-Programm: Als Freiwillige*r mitmachen https://www.hamburg-activecity.de/olympia-mitmachen
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20. Fachverband Hoch- und Massivbau: Sander gewählt!
Im Rahmen der turnusgemäß durchgeführten Vorstandswahlen des Fachverbandes Hoch- und Massivbau im ZDB wurde am 18. März 2026 Thomas Sander als Vorsitzender in seinem Amt bestätigt.
Neben Thomas Sander wurden auch Dr. Paul Uwe Budau und Udo Vaupel als stellvertretende Vorsitzende einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Christian Fröhlich, Horst Köhler, Adolf Kugelmann und Carsten Wagner. Thomas Möbius wurde neu in den Vorstand gewählt.
Wir gratulieren unserem Vorsitzenden und Obermeister Thomas Sander zu dieser Wahl!
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21. BAUFESTival 2026: Drei Tage Bauwirtschaft zum Anfassen – und ein starkes Signal für Hamburg
Vom 30. März bis 1. April 2026 verwandelte sich das Ausbildungszentrum-Bau Hamburg erneut in ein lebendiges Festivalgelände. An drei intensiven Tagen erlebten rund 2.200 Besucher*innen – überwiegend Schulklassen ab Jahrgangsstufe 8 aus der gesamten Metropolregion – die ganze Vielfalt des Bauhauptgewerbes. Täglich von 08:00 bis 14:00 Uhr präsentierten sich rund 40 Ausbildungsbetriebe sowie Partner aus Arbeitsvermittlung, Ausbildungsvorbereitung und Weiterbildung. Ergänzt wurde das Programm durch Gäste aus Verbänden, Politik und Medien. Auf insgesamt 16.000 m² Hallen- und Außenflächen bot das BAUFESTival weit mehr als klassische Berufsorientierung. In offenen Werkhallen konnten die Jugendlichen neun Bauberufe live erleben – begleitet von Auszubildenden, die authentische Einblicke in ihren Alltag gaben. In den Activity Zones wurde selbst angepackt: Mosaike legen, Minibagger fahren, hämmern, sägen oder einen Handyhalter zimmern. Wer wollte, nutzte das Bewerber*innen-Speeddating oder sicherte sich direkt einen Praktikumsplatz. Für Pausen sorgten Foodtrucks und eine Chill-out Area. Über 50 FESTival-Stände boten Raum für Betriebe, Lieferanten und Dienstleister. Auch Akteure ohne direkten Branchenbezug waren eingeladen, eigene Ideen einzubringen und Teil des Formats zu werden. Das BAUFESTival zeigte eindrucksvoll, wie attraktiv, modern und zukunftssicher die Berufe des Bauhauptgewerbes sind – und setzte damit ein klares Zeichen gegen den Fachkräftemangel.
Besuch von Senatorin Dr. Melanie Leonhard
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch von Hamburgs Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation, Dr. Melanie Leonhard, am 1. April 2026. Bei ihrem Rundgang suchte sie aktiv das Gespräch mit Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden und Betrieben. Mit großem Interesse verfolgte sie die praktischen Einblicke, die das Festival ermöglicht – insbesondere die Erfahrungen junger Frauen, die sich bewusst für eine Karriere in der Bauwirtschaft entschieden haben. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche stand die zentrale Botschaft des Bauhauptgewerbes und des Handwerks: Während viele bisher sichere Berufsfelder an Attraktivität verlieren, gewinnen die Bauberufe an Bedeutung. Der Besuch der Senatorin unterstreicht die Relevanz dieses Signals für Hamburgs Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik und stärkt die Sichtbarkeit der Branche in einer Zeit des strukturellen Wandels.