Wirtschaft und Statistik
45. Auftragslage Bauhauptgewerbe
Die Umsatz- und Auftragslage des Bauhauptgewerbes hat sich im ersten Halbjahr 2026 stabilisiert.
In den Betrieben des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten stieg laut dem Statistischen Bundesamt im Juni der Umsatz real um 6,6 %, das sind nominal +11,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Bezogen auf das gesamte erste Halbjahr beträgt das Umsatzplus nominal 2,8 %.
Auch die Auftragseingänge liegen real im Monat Juni 2026 gegenüber dem gleichen Vorjahresmonaten um 6 % höher, das sind nominal sogar 20,8 %. Im ersten Halbjahr lag der Auftragseingang um 5, 6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der kräftiger Anstieg ist vor allem dem Straßenbau und dem öffentlichen Bau zu verdanken. Allerdings ist es noch verfrüht, von einer Bauwende zu sprechen. Das Infrastruktur-Sondervermögen ist bislang kaum an der Fläche angekommen.
Auch im Wohnungsbau gibt es positive Signale. Allerdings kam es im Mai zu einem Auftragseinbruch, was zeigt, wie fragil der vermeintliche Aufschwung ist.
Getragen wird das Auftragsplus vom Tiefbau, dort legte der Auftragseingang um 27,1 % zu. Aber auch im Hochbau gab es ein Plus von 13,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Im öffentlichen Bau stiegen die Aufträge um 15,7 %, im Straßenbau um 22,1 %. Ein Teil davon dürfte allerdings auf Großprojekte zurückgehen. Im Wohnungsbau lag der Umsatz nominal um 8,9 % höher, der Auftragseingang stieg sogar nominal um 14,3 %.