48. ZDB-Herbstumfrage
Auch in diesem Jahr führt unser Zentralverband wieder seine traditionelle Herbstumfrage durch. Wir bitten unsere Mitgliedsunternehmen, daran teilzunehmen.
Der Fragebogen richtet den Blick auf die Einschätzungen zum Konjunkturverlauf 2026 sowie auf die Erwartungen für das Jahr 2027. Ein Großteil der Fragen entspricht dem Aufbau der bisherigen Konjunkturumfragen und gewährleistet so die Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit denen der Vorjahre.
Allerdings wurde der Fragebogen um einige Sonderfragen ergänzt: Dort geht es um das Investitionsverhalten der Städte und Kommunen, die Nutzung und eigene Herstellung serieller oder modularer Bauweisen, die Anforderungen der Auftraggeber an Lean-Construction-Methoden sowie den Einsatz von Robotik.
Die Umfrage ist bereits seit dem 12. Oktober 2026 online verfügbar unter
https://www.survio.com/survey/d/Z5A7U1E4C4X2C8D5V.
Die Teilnahme an der Umfrage ist bis einschließlich 08. November 2026 möglich. Wir bitten unsere Mitglieder um Teilnahme und werden die Ergebnisse - auch gesondert für Hamburg - natürlich in einem der nächsten Infodienst veröffentlichen.
49. Rückblick auf die Informationsveranstaltung vom 14.10.2026
Am Mittwoch, den 14. Oktober 2026 fand in den Räumen der Hamburger Volksbank die gemeinsame Informationsveranstaltung der Bau-Innung Hamburg und der Hamburger Volksbank zur neuen Nachhaltigkeitsberichterstattung für KMU nach dem VS Standard 2026 statt.
Unter dem Titel „Orientierung im Nachhaltigkeits-Dschungel – was für den Mittelstand wichtig ist“ erhielten die teilnehmenden Betriebe aus Bau- und Ausbaugewerbe einen kompakten, praxisnahen Überblick über Anforderungen, Chancen und erste Schritte rund um ESG-Reporting.
Ein gelungener Auftakt: Nach der Begrüßung durch Rita Herbers (Hamburger Volksbank) führte RA Michael Seitz durch den Nachmittag. Bereits in der Einführung wurde deutlich: Auch kleine und mittlere Handwerksbetriebe geraten zunehmend in den Fokus von Banken, Auftraggebern und Generalunternehmern – der Trickle-Down-Effekt ist längst Realität.
Fachimpulse aus verschiedenen Perspektiven: Die Teilnehmenden erhielten anschließend einen strukturierten Überblick über die wichtigsten Bausteine der Nachhaltigkeitsberichterstattung:
Dr. Jennifer Kowallik & Dr. Hünemörder (BUKEA &HWK Hamburg) erklärten, warum Nachhaltigkeitsdaten für KMU immer relevanter werden und wie der neue VS Standard 2026 als schlanker, praxisnaher Rahmen funktioniert.
Jenny Garcia (DNK) stellte den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) und den Zukunftskompass Handwerk als niedrigschwellige Einstiegsinstrumente vor.
Marika Hammerschmidt (Hamburger Volksbank) zeigte, wie Banken ESG-Daten zunehmend in Kreditentscheidungen einbeziehen.
Lykke Ibbeken (Solvie & Kollegen) gab konkrete Hinweise, woher die benötigten Daten kommen, welche typischen Stolpersteine auftreten und wie Betriebe pragmatisch starten können.
Dr. Jens Marquardt (OTTO WULFF) brachte die Unternehmensperspektive ein und zeigte, welche Schritte notwendig waren, um eine funktionierende Nachhaltigkeitspolitik im Unternehmen zu verankern. Er gab Einblicke in die Entwicklung des Berichtswesens der letzten Jahre und nahm den Teilnehmenden die Sorge vor einem übermäßigen Aufwand. Sein Fazit: starten, Daten sammeln, dokumentieren und das System kontinuierlich weiterentwickeln.
Lebendige Diskussion und klare Botschaften: In der Podiumsdiskussion wurden zentrale Fragen der Betriebe offen diskutiert: Wie viel Freiwilligkeit steckt in der freiwilligen Berichterstattung? Wer liest die Berichte eigentlich? Wie stark wirkt der Trickle-Down-Effekt heute – und wie wird er sich verstärken? Welche Schnittstellen braucht es, damit Daten nicht doppelt erfasst werden müssen? Und: Was sind die drei wichtigsten ersten Schritte für KMU, die morgen starten möchten? Als hilfreiche Werkzeuge empfahl die Expertenrunde den Zukunftskompass Handwerk sowie die Tools des DNK.
Die Expertinnen und Experten waren sich einig: Nachhaltigkeitsberichterstattung wird für KMU trotz fehlender Pflicht unvermeidbar – und wer früh beginnt, verschafft sich klare Vorteile.
Fazit: Die Veranstaltung bot eine gelungene Mischung aus Orientierung, Praxisbezug und konkreten Handlungsempfehlungen. Die klare Botschaft des Tages: KMU müssen nicht perfekt starten – aber sie sollten jetzt starten.
50. Unternehmer-Info Bau: Betriebswirtschaft Nr. 26/2026
Unser Zentralverband hat ein neues „Unternehmer-Info Bau: Betriebswirtschaft“ vorgelegt. Es trägt den Titel „E-Rechnung und Rechnungskorrektur. Aktueller Stand aus Sicht der Baubranche (3)“ und wurde von Frau Dipl.Kffr. Regine Maruska, Leiterin Betriebswirtschaft und Digitalisierung erarbeitet.
Interessierte Mitgliedsunternehmen können ein Exemplar kostenlos in unserem Download-center - nach Eingabe Ihres Passwortes – unter
https://www.bau-innung.de/mitglieder/downloadcenter/wirtschaft-und-statistik
in der Rubrik Wirtschaft und Statistik / Infodienst Downloads herunterladen.