Wirtschaft und Statistik
20. IT-Sicherheit: Manipulierte Suchergebnisse!
Unser Zentralverband hat uns darüber informiert, dass manipulierte Suchergebnisse es Betrügern ermöglichen, Zugriff auf sensible Daten zu erlangen (sogenanntes SEO-Poisoning).
Das sogenannte SEO-Poisoning (Search Engine Optimization Poisoning) ist eine neue Betrugsmasche: Dabei manipulieren Kriminelle die Suchergebnisse von Google, Bing oder anderen Suchmaschinen, um an persönliche Daten der Nutzer zu gelangen. Dabei ist es das Ziel, schädliche oder gefälschte Webseiten möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu platzieren, denn viele Nutzer Vertrauen den ersten Treffer und klicken sie an, landen dann aber auf gut gemachten Fake-Webseiten. Sobald dies geschieht, sind die Betrüger in der Lage, sensible Zugangsdaten auszulesen, unbemerkt Schadsoftware zu installieren und so finanzielle Schäden zu verursachen.
Besonders groß sind die Risiken beim Online-Banking oder anderen Bezahlverfahren. Cyberkriminelle erstellen gerne gefälschte Login-Seiten, Nutzer sollten daher auf Abweichungen in der Schreibweise usw. achten. Zudem arbeiten die Betrüger häufig mit Suchanfragen wie "Bank Login", Deutsche Bank oder Sparkasse usw. Reagieren Nutzer dann auf dort beworbene, vermeintlich attraktive Angebote, so drohen finanzielle Schäden, schlimmstenfalls können die Betrüger ganze Konten kapern. Oft enthalten die Betrugsseiten auch Schadsoftware wie etwa Viren oder Trojaner.
Wir empfehlen unseren Mitgliedsunternehmen, daher folgende Sicherheitsmaßnahmen zu beachten:
Prüfen Sie die Internetadressen, insbesondere Ihrer Banken und anderer Finanzdienstleister, sorgfältig auf Tippfehler oder neue Schreibweisen.
Seien Sie vorsichtig, wenn eine Webseite zum Download oder zur Installation einer Anwendung auffordert - es könnte sich um Schadsoftware handeln.
Beachten Sie Warnungen Ihres Browsers (diejenigen mit dem roten Warndreieck): Gute Browser warnen vor gefakten oder mit Schadsoftware verseuchten Internetseiten.
Geben Sie die Adressen von Banken oder wichtigen Online-Konten am besten Buchstabe für Buchstabe selbst in die Browserzeile ein, statt über eine Suchmaschine zu gehen. Oder Sie speichern ihre wichtigen Adressen in den Favoriten.
21. Baukonjunktur im Februar 2026
Im Februar 2026 zog der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe an, die Umsätze blieben jedoch witterungsbedingt gedämpft.
Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes gingen die realen Umsätze im Bauhauptgewerbe um 13,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Kumuliert für die ersten beiden Monaten des Jahres lag das Umsatzminus bei 8,2 %. Demgegenüber stieg der Auftragseingang im Februar real um 9,8 %. Wachstumstreiber waren dabei der Tiefbau mit 21,2 % und der gewerbliche Bau mit 19,3 %.
Der Umsatzrückgang ist allerdings im Wesentlichen witterungsbedingt. Anders als im überdurchschnittlich milden Februar 2025 haben Frost und Niederschläge in diesem Jahr an vielen Standorten die Bautätigkeit begrenzt. Der Rückgang ist also kein Konjunktursignal, sondern ein Saisoneffekt.
Allerdings ist das im Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität in den Auftragsbüchern der Betriebe bislang nicht angekommen. Sorgenkind bleibt der Wohnungsbau, hier liegt der Auftragseingang im Februar 9 % unter dem Vorjahr. Die 22.200 Baugenehmigungen im Februar sind noch keine Trendwende, es müssten rund 30.000 monatliche Baugenehmigungen sein. Auch der Straßenbau entwickelt sich enttäuschend, kumuliert liegt der Auftragseingang dort um 5,8 % unter dem Vorjahr. Dabei ist Hauptgrund die zögerliche Vergabe von Haushaltsmitteln.
"Die Politik muss jetzt handeln. Die Sonder-AfA im Mietwohnungsbau muss so schnell wie möglich an den EH-55-Standard gekoppelt werden und der Gebäudetyp E muss bis zum Sommer zur Verfügung stehen. Und: Die Mittel aus dem Sondervermögen müssen endlich zusätzlich in der Fläche investiert werden.", sagt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB.